Titelbild zum Beitrag Sauerteig ABC mit zwei aufgeschnittenen Sauerteigbrot Hälften auf Holzuntergrund, die eine offene Krume und Porung zeigen. Darüber steht gut lesbar der Text Sauerteig ABC, C wie Krume und Porung.

Sauerteig ABC – C Crumb, also Krume und Porung verstehen

Krume und Porung verstehen: So liest du die Krume deines Sauerteigbrots richtig

A Anstellgut
B Bäckerprozente
C Crumb, also Krume und Porung verstehen
D Dehnen und Falten
E Einschießen, Teigling richtig in den Ofen bringen

Wenn du ein Sauerteigbrot aufschneidest, ist dieser erste Blick ins Innere fast wie ein kleiner Test. Ist die Krume locker oder kompakt. Sind die Löcher gleichmäßig oder gibt es riesige Tunnel. Genau darum geht es bei Crumb, also Krume und Porung. Und das Beste ist: Deine Krume verrät dir sehr ehrlich, was im Prozess gut lief und was du beim nächsten Mal anpassen kannst.

Ein passendes Tool dafür ist ein Brotmesser mit Wellenschliff*, weil du damit saubere Scheiben bekommst und die Porung wirklich beurteilen kannst, ohne die Krume platt zu drücken.

Was bedeutet Crumb genau?

Crumb ist der englische Begriff für die Krume, also das weiche Innere des Brots. Mit Porung meinst du die Struktur der Luftlöcher. Beides zusammen erzählt dir viel über Hydration, Gluten Entwicklung, Fermentation und Formgebung.

Kurz gesagt: Die Krume zeigt dir das Ergebnis deiner Teigführung.

Welche Porung ist eigentlich gut?

Viele denken, nur riesige Löcher sind ein Zeichen für ein gutes Sauerteigbrot. Das stimmt so nicht. Eine gute Porung ist die, die zum Brot passt.

Für Alltagsbrot ist eine eher gleichmäßige Porung oft perfekt, weil du es gut bestreichen kannst.
Für ein rustikales Weizenbrot darf es unregelmäßiger sein, mit größeren und kleineren Poren.
Für Roggen und Dinkel ist die Porung meist feiner, das ist normal und kein Fehler.

Die beste Porung ist die, die du bewusst anstrebst und reproduzieren kannst.

Drei typische Krume Muster und was sie bedeuten

Sehr kompakte Krume, kaum Poren:
Oft zu kurze Gare, zu wenig Triebkraft oder ein Teig, der nicht genug Struktur bekommen hat.

Riesen Tunnel und daneben dichte Stellen:
Häufig zu früh geformt oder beim Formen zu viel Luft eingeschlossen. Manchmal auch Untergare plus zu straffes Formen.

Gleichmäßige Krume, aber etwas gummiartig:
Kann auf Übergare hindeuten oder auf einen Schnitt, der zu früh gemacht wurde, bevor das Brot komplett ausgekühlt war.

Was beeinflusst die Porung am stärksten?

Hydration. Mehr Wasser macht Porenbildung leichter, aber der Teig wird auch anspruchsvoller.
Teigentwicklung. Dehnen und Falten oder Kneten baut Struktur auf, damit die Luft gehalten wird.
Fermentation. Stockgare und Stückgare bestimmen, wie viel Gas entsteht und wie stabil es bleibt.
Formen. Zu grob entgast oder zu viel Spannung verändert die Porung stark.

Wenn du nur einen Hebel verändern willst, nimm die Gare. Die ist bei den meisten das größte Porungs Puzzle.

Mini Check für deinen nächsten Brot Anschnitt

Warte mindestens 1 bis 2 Stunden, bevor du schneidest.
Schneide mit einem scharfen Wellenschliff Messer.
Mach ein Foto von der Krume. Das hilft dir beim Vergleichen.
Notiere kurz, wie sich der Teig angefühlt hat. Eher weich, eher straff, sehr klebrig, stabil.

Das klingt simpel, bringt aber richtig schnell Fortschritt.

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