Ein Christstollen gehört für viele genauso zu Weihnachten wie Kerzen und Tannenduft. Der Duft von Hefe, Butter, Mandeln und Rosinen erfüllt die ganze Küche und lässt sofort festliche Stimmung aufkommen. Schon beim ersten Bissen erinnert der Stollen an gemütliche Nachmittage mit Tee oder Glühwein, an Weihnachtslieder und an den Glanz von Lichterketten.
Damit dein Christstollen besonders saftig und aromatisch wird, lohnt es sich, die Trockenfrüchte schon am Vorabend in Rum oder Orangensaft einzulegen. So können sie ihr volles Aroma entfalten und bleiben später im Teig schön weich. Auch die typische Puderzuckerschicht ist nicht nur Deko, sondern versiegelt den Stollen und macht ihn länger haltbar.
Wenn du den Stollen ganz traditionell backst, solltest du ihn nach dem Abkühlen in Alufolie und ein Baumwolltuch wickeln und ein bis zwei Wochen ruhen lassen. In dieser Zeit reift das Aroma, und der Stollen schmeckt noch besser. Wenn die Geduld fehlt, kannst du ihn aber auch sofort genießen.
Für die Zubereitung ist eine gute Küchenmaschine wie meine geliebte KitchenAid* sehr hilfreich, denn der Teig ist schwer und braucht kräftiges Kneten. Die KitchenAid ist aus meiner Küche absolut nicht mehr wegzudenken. Eine hochwertige Stollenform* sorgt für gleichmäßiges Backen, und ein feines Sieb* ist unverzichtbar, um den Puderzucker gleichmäßig über den Stollen zu streuen.
Wusstest du schon?
Der Christstollen wurde ursprünglich im Mittelalter als Fastengebäck entwickelt und war lange Zeit ein eher schlichtes Brot aus Mehl, Wasser und Hefe. Butter und Milch waren verboten, bis ein Papst im 15. Jahrhundert das sogenannte „Butterbrief“-Dekret erlaubte, die Zutaten zu verfeinern. Seitdem entwickelte sich der Stollen zu dem reichen, buttrigen Gebäck, das wir heute kennen und lieben.
Klassischer Christstollen
Zutaten
- 500 g Mehl
- 75 g Zucker
- 1 Würfel Hefe
- 200 ml Milch lauwarm
- 200 g weiche Butter
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 200 g Rosinen
- 100 g Orangeat
- 100 g Zitronat
- 100 g gehackte Mandeln
- 50 ml Rum oder Orangensaft
- 1 TL Zimt
- ½ TL Muskat
- ½ TL Kardamom
- 50 g Butter zum Bestreichen
- 100 g Puderzucker
Anleitungen
- Die Rosinen mit Rum oder Orangensaft übergießen und über Nacht einweichen.
- Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit einem Teelöffel Zucker verrühren. Zehn Minuten stehen lassen, bis sich Blasen bilden.
- Mehl, Zucker, Butter, Ei, Salz und Gewürze in eine große Schüssel geben und die Hefemilch hinzufügen. Alles mit einer Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten.
- Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Rosinen, Orangeat, Zitronat und Mandeln unterkneten. Den Teig zu einem länglichen Laib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Stollen 50 bis 60 Minuten backen, bis er goldbraun ist.
- Den noch warmen Stollen mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Vorgang nach dem Abkühlen wiederholen, bis eine dicke weiße Schicht entsteht.
Notizen
Utensilien
Nährwerte pro Stück (bei 20 Stücken)
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Kohlenhydrate: 40 g
- Eiweiß: 6 g
- Fett: 14 g
FAQ
Kann ich den Stollen auch alkoholfrei zubereiten?
Ja, verwende einfach Orangensaft oder Apfelsaft zum Einweichen der Früchte.
Wie lange sollte der Stollen ruhen?
Optimal sind ein bis zwei Wochen, damit sich das volle Aroma entfalten kann.
Kann ich den Stollen einfrieren?
Ja, er lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten in Scheiben schneiden und portionsweise einfrieren.
Welche Alternativen gibt es zu Rosinen?
Du kannst auch Cranberries, Aprikosen oder getrocknete Kirschen verwenden.
Wie bekomme ich die typische Form ohne Stollenform hin?
Forme den Teig mit den Händen zu einem länglichen Laib und drücke eine Seite etwas flacher. So entsteht die klassische Stollenform.
Du hast Lust auf weitere Rezepte aus der Weihnachtsbäckerei? Dann schau dich gern auf meinem Blog um. Du findest hier zum Beispiel schokoladige Zimtsterne, Vanillekipferl wie von Oma, trendige Spekulatius Cheesecake Cookies und noch ganz viel mehr.
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