🌿 Vegetarisch
Low Carb
Griechischer Salat: Das schnelle Abendessen, das sich sein Dressing selbst macht
Springe zu RezeptNie umrühren.
Das ist der eine Satz, der diesen griechischen Salat zum besten schnellen Abendessen macht, das du ohne einen einzigen Handgriff am Herd zubereiten kannst. Die meisten stürzen sich auf ihre Salatschüssel, greifen zu Zange oder Löffel und mischen alles kräftig durch. Tomaten, Gurke, Zwiebeln, Oliven, Feta, alles in einem wilden Durcheinander. Heraus kommt ein wässriger, krümeliger, irgendwie enttäuschender Salat, den man schon hundertmal gegessen hat und mit dem man sich eigentlich nie wirklich zufrieden gefühlt hat.
Die Griechen machen das anders. Und sie haben recht.
In Griechenland heißt dieser Salat Horiatiki, auf Deutsch in etwa „Dorfsalat“ oder „Bauernsalat“. Er wird seit Generationen auf dieselbe Art auf den Tisch gebracht: Zutaten schichten, salzen, Olivenöl darüber und dann fünf Minuten warten. In dieser kurzen Wartezeit zieht das Salz den Saft aus den Tomaten. Dieser Saft verbindet sich mit dem Olivenöl zu einem seidigen, leicht fruchtigen Dressing, das kein Rezept vorbereiten kann, weil es von selbst entsteht. Kein Essig, kein Rühren, kein Dressingtopf.
Genau das macht ihn so unschlagbar für den Feierabend: Du schneidest, schichtest, gehst kurz duschen oder setzt dich kurz hin, und wenn du zurückkommst, ist das Dressing fertig. Zwanzig Minuten insgesamt. Zehn Zutaten. Kein Herd, kein Topf. Nur frische Lebensmittel, ein gutes Olivenöl und das Wissen, wann man die Finger davon lässt.
Dieser Artikel erklärt alle Kniffe dahinter: vom richtigen Feta über das Schneiden der Gurke bis zur Frage, warum es immer grüne Paprika und nie Eisbergsalat sein sollte. Dazu Warenkunde zu allen zehn Zutaten, drei Variationen und die Antworten auf die Fragen, die beim griechischen Salat am häufigsten auftauchen.
Die Zutaten im Detail: Was dieses schnelle Abendessen wirklich ausmacht
Ein griechischer Salat mit zehn Zutaten klingt simpel. Er ist es auch, solange man die richtigen Zutaten wählt. Jede einzelne hat eine konkrete Aufgabe. Wenn eine davon schwächelt, etwa eine unreife Tomate oder ein Feta aus Kuhmilch, fällt das Gesamtergebnis deutlich ab. Deshalb lohnt es sich, einmal genau hinzuschauen, was man in den Einkaufskorb legt.
Die Tomate: Reifegrad schlägt Sorte
Die Tomate ist das Herzstück des gesamten Rezepts. Aus ihr entsteht, zusammen mit dem Olivenöl, das natürliche Dressing. Deshalb hängt die gesamte Qualität des Salats vom Reifegrad der Tomate ab. Eine mehlige, blassorote Wintertomate aus dem Supermarktregal wird niemals denselben Saft erzeugen wie eine vollreife Sommerfleischtomate.
Welche Sorte du nimmst, ist zweitrangig. Entscheidend: Sie muss wirklich reif sein. Außen leuchtend rot, am Strunkansatz leicht nachgebend, innen fast feucht und von intensivem Duft. Rispentomaten aus dem Treibhaus funktionieren gut, wenn sie lange genug am Strauch hängen durften. Fleischtomaten sind ideal, weil sie weniger Wasser und mehr Fruchtfleisch enthalten. Kleine Cocktailtomaten wirken süß, ergeben aber zu viele kleine Stücke, was die grobe, herzhafte Textur des Horiatiki verändert.
Beim Schneiden gilt: große Spalten, keine kleinen Würfel. Sechs bis acht Spalten pro Tomate. Ein scharfes Messer, kein Sägen, sonst drückt man den Saft schon beim Schneiden heraus.
Die Gurke: Dicker schneiden als man denkt
Salatgurke, nicht Mini-Snackgurke. Die längliche Standardgurke aus dem deutschen Supermarkt ist genau richtig. Schälen: vollständig oder im Zebra-Muster, also einen Streifen Schale dran, einen weg. Das sieht nicht nur hübsch aus, es macht die Gurke auch etwas bissfester.
Längs halbieren, dann mit einem Teelöffel die Kerne ausschaben, falls die Gurke besonders wasserreich ist. Das verhindert, dass der Salat im Boden zu wässrig wird. Dann in Halbmonde von einem bis eineinhalb Zentimetern Dicke schneiden. Das klingt grob, und das ist es auch, und das ist genau richtig. Dünne Gurkenscheiben werden nach wenigen Minuten weich und verlieren ihre Frische, bevor der Salat überhaupt auf dem Tisch steht.
Die rote Zwiebel: Die scharfe Frage
Rote Zwiebeln sind Pflicht in der Horiatiki. Sie sind milder als weiße Zwiebeln, weniger scharf als Schalotten, und ihre violette Farbe gibt dem Salat einen wichtigen optischen Akzent. In dünne Ringe schneiden, zwei bis drei Millimeter.
Wer die Schärfe der Zwiebel als unangenehm empfindet, kann die Ringe zehn Minuten in kaltem Wasser einlegen. Das zieht die aggressivsten Senföle heraus, ohne den Eigengeschmack zu zerstören. Danach abgießen und kurz auf einem Küchentuch abtupfen. Diesen Schritt kennen viele nicht und wundern sich dann, dass der Salat auf den Magen schlägt.
Die Paprika: Grün ist authentisch
In der klassischen Horiatiki wird grüne Paprika verwendet, nicht rote oder gelbe. Grüne Paprika ist leicht bitter und herb und bildet einen schönen Kontrast zur Süße der reifen Tomate und dem Salz des Fetas. Wer die leichte Bitterkeit nicht mag, kann sie mit roter oder gelber Paprika ersetzen, verliert dann aber ein Stück von der Ursprünglichkeit. Ohne Kerngehäuse in Ringe oder breite Streifen schneiden.
Die Oliven: Kalamata, immer Kalamata
Kalamata-Oliven kommen aus der Peloponnes im Süden Griechenlands. Sie sind mandelförmig, dunkelviolett bis fast schwarz, und werden traditionell in Rotweinessig und Olivenöl eingelegt. Ihr Geschmack ist vollmundig, leicht rauchig, fruchtig mit einer angenehmen Salzigkeit. Diese Kombination ist durch keine andere Olive zu ersetzen.
Grüne oder schwarze Oliven aus dem Standardsortiment schmecken flacher und geben dem Salat nicht dieselbe Tiefe. Kalamata-Oliven gibt es im gut sortierten Supermarkt, im griechischen Lebensmittelhandel oder im Onlineversand. Mit Stein ist geschmackvoller, ohne Stein ist bequemer beim Essen. Für Gäste: entsteinte.
Der Feta: Block, nicht Krümel, und bitte mit g.U.-Siegel
Das ist die wichtigste Zutat und gleichzeitig die am häufigsten falsch gewählte. Echter Feta mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U. oder griechisch ΠΟΠ) kommt aus definierten Regionen Griechenlands und wird aus Schafsmilch oder einer Mischung aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Er ist cremig, leicht bröckelig, intensiv salzig und hat eine charakteristische feine Säure.
Was in Deutschland als „Feta-ähnlicher Käse“, „weißer Käse“ oder „Salatkäse“ verkauft wird, ist rechtlich kein Feta. Er wird oft aus Kuhmilch hergestellt und schmeckt deutlich milder und wässriger. Der Preisunterschied zwischen g.U.-Feta und Salatkäse ist gering. Der Geschmacksunterschied ist enorm. Schau auf die Verpackung: Griechischer Feta g.U.
Kaufe den Feta als Block in Salzlake, nicht vorgewürfelt, nicht trocken verpackt. In Salzlake bleibt er cremig und frisch. Für den griechischen Salat schneidest du eine Scheibe von eineinhalb bis zwei Zentimetern ab und legst sie als ganzes Stück auf den Salat. Nicht zerbröseln. Das Stück bleibt außen salzig und innen cremig, und jeder, der beim Essen ein Stück Feta auf der Gabel hat, bekommt exakt dieses Zusammenspiel der Texturen.
Das Olivenöl: Das einzige Dressing
Kein Balsamico, kein Zitronensaft (zumindest nicht im Original), keine fertige Salatsoße. Das einzige, was über den griechischen Salat kommt, ist Olivenöl extra vergine. Da es hier keine weiteren Dressingzutaten gibt, die es verbergen könnten, schmeckt man das Öl deutlich heraus. Ein gutes Olivenöl ist hier kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung.
Extra vergine bedeutet kalt gepresst mit einem Säuregehalt unter 0,8 Prozent. Es schmeckt fruchtig, manchmal leicht pfeffrig im Abgang und hat einen kräftigen Eigencharakter. Griechisches Olivenöl aus der Sorte Koroneiki gilt als besonders fruchtig und intensiv. Spanisches Olivenöl ist tendenziell etwas milder. Beide passen, solange die Qualität stimmt. Fünf Esslöffel für vier Portionen klingen nach viel. Sie sind es nicht. Das Öl verbindet sich mit dem Tomatensaft zu einem echten Dressing, von dem man gerne ein Stück Brot hineintaucht.
Der Oregano: Immer getrocknet, nie frisch
Frischer Oregano hat ein anderes Aromaprofil als getrockneter. Bei Pasta oder Pizza kann man abwägen. Beim griechischen Salat ist getrockneter Oregano Pflicht. Die Trocknung konzentriert das ätherische Öl und ergibt ein herberes, intensiveres Aroma, das den Salat zusammenhält. Ein Teelöffel für vier Portionen ist die richtige Menge. Griechischer Oregano aus der Apotheke oder dem griechischen Lebensmittelladen ist aromatischer als das gemahlene Gewürzpulver aus dem Supermarktregal.
So wird das beste schnelle Abendessen zubereitet: Schritt für Schritt
Die Zubereitung dauert insgesamt zwanzig Minuten, davon sind fünf bis zehn Minuten Wartezeit. Alles, was du brauchst, ist ein scharfes Messer, ein Schneidebrett und eine große, flache Schüssel.
Griechischer Salat (Horiatiki)
Zutaten
- 4 große reife Tomaten ca. 600 g, Fleisch- oder Rispentomaten
- 1 große Salatgurke ca. 400 g
- 1 mittelgroße rote Zwiebel
- 1 grüne Paprika
- 150 g Kalamata-Oliven mit oder ohne Stein
- 200 g Feta-Käse g.U., als Block in Salzlake
- 5 EL Olivenöl extra vergine ca. 75 ml
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1/2 TL Meersalz flockig
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Optional: 1 EL Kapern in Essig
Anleitungen
- Tomaten waschen, Strunk entfernen und jede Tomate in 6 bis 8 Spalten schneiden. In eine große, flache Schüssel legen und mit der Hälfte des Salzes bestreuen. Stehen lassen, damit der Saft austritt.
- Gurke schälen oder im Zebra-Muster (einen Streifen Schale dran, einen weg). Längs halbieren, Kerne mit einem Teelöffel herausschaben. In Halbmonde von 1 bis 1,5 cm Dicke schneiden.
- Rote Zwiebel in dünne Ringe (2 bis 3 mm) schneiden. Wer es milder mag: Ringe 10 Minuten in kaltem Wasser einlegen, abgießen und kurz trockentupfen.
- Grüne Paprika entkernen und in Ringe oder breite Streifen schneiden.
- Gurkenstücke, Zwiebelringe, Paprika und Kalamata-Oliven über die Tomaten schichten. Nicht mischen, nicht rühren.
- Feta aus der Salzlake nehmen, kurz abtupfen. Als ganzes Stück (1,5 bis 2 cm dick) auf den Salat legen, nicht zerbröseln. Olivenöl gleichmäßig darüberträufeln. Oregano, restliches Salz und Pfeffer darüberstreuen. Wer Kapern mag: jetzt hinzugeben.
- Schüssel 5 bis 10 Minuten stehen lassen, damit Tomatensaft und Olivenöl sich zu einem natürlichen Dressing verbinden.
- Beim Servieren von unten nach oben schöpfen, damit jede Portion Dressing mitbekommt.
Notizen
💡 Der eine Trick, den alle in Griechenland kennen
Nie umrühren. Das klingt banal, ist aber der entscheidende Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem außergewöhnlichen Ergebnis. Sobald du alles vermischst, zerfällt der Feta zu kleinen Krümeln, die Gurke verliert ihre Frische, und das entstehende Dressing wird wässrig statt sämig. Schichte den Salat stattdessen und nimm beim Servieren immer von unten nach oben, damit jede Portion Tomate, Gurke, Oliven, Feta und das natürliche Dressing in einem bekommt. Mindestens fünf Minuten warten, bevor der Salat auf den Tisch kommt. Dieser kurze Moment macht den ganzen Unterschied.
Hintergrund: Was den Horiatiki von anderen Salaten unterscheidet
Der Name Horiatiki bedeutet auf Griechisch in etwa „Dorfart“ oder „Bauernsalat“. Er ist kein Restaurantgericht, das für kulinarische Raffinesse steht, sondern ein Alltagsessen, das seit Generationen auf dieselbe Art auf den Tisch kommt. In griechischen Haushalten ist er ganzjährig präsent, im Sommer täglich, weil der Garten Tomaten und Gurken hergibt, im Winter als erinnerungsvolle Ausnahme mit gekauften Zutaten.
Die klassische Horiatiki enthält keine Salatblätter. Das ist kein Versehen, das ist Absicht. Der Salat ist kräftig in der Textur und sättigend im Charakter. Eisbergsalat oder Rucola würden ihn wässrig machen und den Fokus von den eigentlichen Aromen ablenken. Er ist ein Hauptgericht, kein Beilagensalat, auch wenn er auf deutschen Buffets oft als solcher wahrgenommen wird.
In der griechischen Taverne kommt der Salat mit einer halben oder ganzen Scheibe Brot, manchmal Weißbrot, manchmal Pita. Das Brot ist nicht Beilage, sondern integraler Bestandteil der Mahlzeit: Man taucht es in den Saft-Öl-Mix am Boden der Schüssel, und dieser Moment ist für viele der Höhepunkt des ganzen Essens. Es ist nicht zuletzt der Grund, warum dieser Salat in Griechenland nie ohne Brot auf dem Tisch steht.
Gesund kochen mit wenigen, echten Zutaten
Der griechische Salat ist ein Paradebeispiel dafür, was gesund kochen wirklich bedeutet: echte, wenig verarbeitete Lebensmittel, gutes Fett, keine Zusatzstoffe, maximaler Geschmack. Olivenöl extra vergine liefert einfach ungesättigte Fettsäuren, die in der wissenschaftlichen Literatur mit positiven Effekten auf Herz und Gefäße in Verbindung gebracht werden. Tomaten sind reich an Lycopin, einem Antioxidans, das interessanterweise durch das Olivenöl besser vom Körper aufgenommen wird. Feta liefert Protein und Kalzium.
Pro Portion kommt man auf etwa 220 bis 260 Kilokalorien, je nach Olivenöl- und Fetamenge. Damit ist der Salat für Low-Carb-Ernährung geeignet, für alle, die bewusster essen möchten, und für alle, die einfach ein gutes, schnelles Abendessen ohne langen Aufwand auf den Tisch bringen wollen.
Wer ihn als vollständige Mahlzeit serviert, fügt ein bis zwei Scheiben gutes Brot oder Pita hinzu. Wer Low Carb konsequent bleibt, lässt das Brot weg und erhöht die Fetamenge leicht für mehr Sättigung.
Die Frage der Säure: Braucht der echte Horiatiki Essig oder Zitrone?
Darüber sind sich sogar griechische Köche uneinig. Die streng traditionelle Horiatiki enthält weder Zitronensaft noch Essig. Die Säure kommt ausschließlich von der Tomate und vom Feta selbst. Wer es saurer mag, kann am Ende einen kleinen Spritzer Zitronensaft ergänzen, aber es ist kein notwendiger Schritt.
Was nie dazugehört: Balsamico-Creme, Honig-Senf-Dressing, Joghurtsoße oder fertige Salatdressings aus der Flasche. Diese Zutaten überlagern das Zusammenspiel der wenigen, aber präzise aufeinander abgestimmten Aromen, die den Horiatiki ausmachen.
🔄 3 einfache Variationen
Den Feta durch marinierten, gepressten Tofu ersetzen. Festen Tofu in Würfel schneiden, dann mit einem Esslöffel Olivenöl, einem Esslöffel Zitronensaft, einem Teelöffel Oregano, einer Prise Salz und einer Prise Knoblauchpulver mindestens 30 Minuten marinieren. Der Tofu nimmt die Aromen gut an und gibt eine feste, leicht salzige Alternative. Im Naturkosthandel gibt es außerdem vegane „Feta-Alternativen“ auf Mandel- oder Kokosbasis, die ebenfalls gut funktionieren.
Einen Esslöffel eingelegte Kapern ergänzen und statt reiner Kalamata-Oliven eine Mischung aus grünen und schwarzen Oliven verwenden. Kapern geben eine intensiv salzige, leicht säuerliche Note, die den Salat komplexer macht. Wer mag, legt außerdem einige in Olivenöl eingelegte getrocknete Tomaten zwischen die Schichten, für eine konzentriert-fruchtige Tiefe.
Rote, gelbe und grüne Paprika statt nur grüner verwenden und verschiedenfarbige Tomaten mischen: gelbe Fleischtomaten, dunkelrote Raftomaten, orangefarbene Rispentomaten. Das Ergebnis ist eine Schüssel voller Farbe, die sofort Urlaubsstimmung erzeugt. Ein paar frische Minzblätter am Ende darüberstreuen und etwas mehr Olivenöl verwenden, weil das Gemüse es aufnimmt.
🍳 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Salatschale im griechischen Stil
Eine gute Salatschale macht beim Anrichten einen echten Unterschied, weil man die Zutaten schichten statt stapeln kann. Dieser Schale mit breitem, flachem Boden ist genau dafür gemacht: Tomaten am Boden, Gurke und Paprika darüber, der Feta-Block sichtbar obenauf. Keramik oder Steingut hält den Salat außerdem kühler als Kunststoff, was bei diesem Rezept ein echter Vorteil ist. Ehrliche Einschränkung: Ein Deckel fehlt, also entweder einen passenden Teller drauflegen oder Frischhaltefolie verwenden, wenn der Salat kurz in den Kühlschrank kommt.
🍳 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Salatbesteck aus Olivenholz
Beim Horiatiki wird zwar nie gemischt, aber zum Schöpfen von unten nach oben und zum Verteilen auf die Teller braucht man etwas, das sanft und kontrolliert arbeitet, ohne den Feta zu zerdrücken oder die Gurkenstücke zu zerquetschen. Olivenholzbesteck ist warm in der Hand, geht freundlich mit den Texturen um und passt optisch natürlich zu einer griechischen Schüssel. Pflegehinweis: Die Oberfläche regelmäßig mit ein paar Tropfen Olivenöl einreiben, damit das Holz nicht austrocknet und keine Risse bekommt.
🍳 Meine Empfehlung · Werbung/Partnerlink
Salatschleuder für frisches Gemüse
Für den griechischen Salat selbst braucht man keine Salatschleuder, da keine Salatblätter im Spiel sind. Aber wer im Sommer regelmäßig verschiedene Salate zubereitet, frische Kräuter wäscht oder feuchtes Gemüse trocken bekommen möchte, greift ständig dazu. Eine gute Schleuder mit großem Fassungsvolumen und rutschfestem Boden ist für mich das meistbenutzte Küchengerät nach dem Schneidebrett und dem Messer. Ehrliche Schwäche: Sie braucht Platz im Schrank. Wer wenig Stauraum hat, sollte auf ein kompaktes Modell achten.
Servieren, vorbereiten und aufbewahren
Der griechische Salat ist ein Gericht, das direkt nach der Zubereitung am besten schmeckt. Das Timing ist einfach: schneiden, schichten, fünf bis zehn Minuten warten, essen. Kein langer Vorlauf nötig, kein stundenlanges Marinieren.
Wer den Salat teilweise vorbereiten möchte, kann Tomaten, Gurke, Zwiebel und Paprika bis zu sechs Stunden im Voraus schneiden und einzeln, in kleinen Schüsseln oder Tüten, im Kühlschrank aufbewahren. Die Schüssel wird dann erst kurz vor dem Essen zusammengesetzt. Den Feta schon in Scheiben schneiden und kühl stellen.
Reste halten sich im Kühlschrank, mit Frischhaltefolie abgedeckt, bis zum nächsten Tag. Sie werden dann wässriger, weil die Tomaten weiter Saft abgeben. Das Olivenöl-Tomaten-Dressing am Boden ist aber nach wie vor hervorragend und lässt sich gut zum Brotdippen nutzen. Tipp für Tag zwei: Feta frisch hinzugeben, nicht den vom Vortag, der zerfallen und wässrig geworden ist.
Gesund kochen und trotzdem satt werden: was passt dazu?
Klassisch: ein gutes Bauernbrot oder Ciabatta. Wer Low Carb bleibt, lässt das Brot weg. Griechische Alternativen sind Pita-Brot, kurz in der trockenen Pfanne ohne Fett erwärmt, oder dünnes Fladenbrot. Als vollständiges Menü passt der griechische Salat wunderbar zu gegrilltem Halloumi, zu Spanakopita, zu gegrillten Zucchini mit Feta oder zu einer einfachen Tomatensuppe.
Wenn der Salat als Teil eines größeren Tisches serviert wird: Hummus, Tzatziki und eingelegte Peperoni danebenstellen. Das ergibt eine vollständige mediterrane Tafel mit minimalem Aufwand, die trotzdem nach echtem Urlaubsessen aussieht und schmeckt.
Zu trinken: Ein gekühltes Glas Weißwein, ein frischer Retsina wenn man ihn mag, oder einfach Wasser mit einem Stück Zitrone. Der Salat ist kräftig und salzig im Geschmack und verträgt Getränke, die ihn nicht übertönen.
Häufige Fragen zum griechischen Salat
Wie lange hält griechischer Salat im Kühlschrank?
Am besten schmeckt er frisch zubereitet und am selben Tag. Reste halten sich abgedeckt bis zum nächsten Mittag, sind dann aber deutlich wässriger, weil die Tomaten weiter Saft abgeben. Wer den Salat am nächsten Tag essen möchte, lässt am besten die Tomaten aus der Schüssel weg und gibt sie frisch hinzu. Den Feta erst kurz vor dem Servieren auflegen, damit er nicht zerfällt und matschig wird. Das Olivenöl-Tomatensaft-Dressing am Boden der Schüssel hält sich gut und kann auch als Salatsoße für andere Gerichte verwendet werden.
Ist griechischer Salat wirklich eine gute Wahl für gesund kochen ohne großen Aufwand?
Ja, und das ohne jeden Kompromiss beim Geschmack. Gesund kochen bedeutet nicht fade kochen. Der griechische Salat kommt ohne verarbeitete Produkte aus: frisches Gemüse, echter Käse, Olivenöl extra vergine, getrocknete Kräuter. Pro Portion liegen die Werte bei etwa 220 bis 260 Kilokalorien, verteilt auf gesunde Fette aus Olivenöl und Oliven, Protein aus dem Feta und Vitamine aus Tomaten, Gurke und Paprika. Er ist von Natur aus glutenfrei (Brot weglassen), Low Carb und vegetarisch. Wer gesund kochen mit möglichst wenig Zeitaufwand verbinden will, ist hier gut aufgestellt.
Kann ich den Feta durch etwas anderes ersetzen?
Ja, es gibt gute Alternativen. Für eine vegane Version funktioniert marinierter, gepresster Tofu sehr gut (Variationsabschnitt weiter oben). Halloumi ist eine würzige und feste Alternative, die kurz in einer heißen trockenen Pfanne angebraten werden kann, bevor sie auf den Salat kommt. Für eine mildere Version eignet sich Büffel-Mozzarella, der cremig ist, aber deutlich weniger salzig schmeckt, also etwas mehr Meersalz zur Gesamtschüssel hinzufügen. Wichtig: Keinen Kuhmilchkäse verwenden, der als „Salatkäse“ oder „Feta-Style“ ohne g.U.-Siegel verkauft wird. Er unterscheidet sich im Geschmack erheblich.
Wie viele Kalorien hat griechischer Salat, und passt er zum gesund kochen auf Low-Carb-Basis?
Pro Portion ohne Brot liegt die Zahl bei ungefähr 220 bis 260 Kilokalorien, je nach Menge des Olivenöls und der Größe des Feta-Stücks. Die Kohlenhydrate kommen hauptsächlich aus dem Gemüse und den Tomaten und belaufen sich auf etwa 8 bis 12 g pro Portion, was ihn für die meisten Low-Carb-Ansätze gut geeignet macht. Das Fett kommt zu einem großen Teil aus dem Olivenöl und ist einfach ungesättigt. Zum gesund kochen gehört auch, genug gutes Fett zu sich zu nehmen und keine Angst vor natürlichen Fettquellen zu haben. Der griechische Salat liefert genau das in einem einfachen und schnellen Gericht.


