Es gibt Rezepte, die einfach nach Kindheit duften. Wenn der süße Geruch von Vanille und Butter durch die Küche zieht, erinnere ich mich sofort an die Nachmittage, an denen wir als Kinder gemeinsam Teig geknetet haben. Kleine Hände voller Mehl, die ersten noch etwas unförmigen Plätzchen auf dem Blech und die Spannung, ob sie wohl gelingen würden. Engelsaugen gehören genau zu diesen Klassikern, die jedes Jahr aufs Neue ein Stück Nostalgie auf den Plätzchenteller bringen.
Diese kleinen runden Plätzchen mit der fruchtigen Füllung in der Mitte sind einfach, aber so unglaublich gut. Der buttrige Mürbeteig zergeht auf der Zunge und die süßsäuerliche Marmelade sorgt für den perfekten Kontrast. Es sind Plätzchen, die nie aus der Mode kommen, weil sie mit ihrem zarten Geschmack und ihrem hübschen Aussehen einfach immer passen. Und seien wir ehrlich: Jeder greift zuerst zu einem Engelsauge, wenn die Keksdose geöffnet wird.
Ein Hauch von Kindheit in jeder Kugel
Schon beim Formen der kleinen Teigkugeln fühlt sich alles vertraut an. Vielleicht erinnerst du dich auch noch daran, wie du mit einem Kochlöffelstiel oder deinem Daumen die kleinen Mulden gedrückt hast. Es ist ein Handgriff, der sich über Generationen weitergegeben hat. In meiner Familie wurde das Rezept kaum verändert, höchstens die Marmelade variiert. Mal war es rote Johannisbeere, mal Aprikose oder Himbeere.
Wenn du dich fragst, warum die Plätzchen manchmal Engelsaugen und manchmal Husarenkrapfen heißen, liegt das einfach an regionalen Unterschieden. Beide Namen beschreiben dasselbe Gebäck: außen zart, innen fruchtig und rundum himmlisch.
Backen mit Liebe und den richtigen Helfern
Wer gerne bäckt, weiß, wie viel Freude gute Utensilien machen können. Ein Handrührgerät reicht zwar, aber mit einer KitchenAid Artisan* wird der Mürbeteig besonders gleichmäßig und luftig. Wenn du regelmäßig backst, lohnt sich diese Investition sehr. Auch eine gute Silikonbackmatte* kann ich dir empfehlen, damit die Plätzchen nicht ankleben und gleichmäßig bräunen. Und für die perfekte Form sind Backbleche mit Antihaftbeschichtung* einfach ideal.
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Wusstest du schon?
Die kleinen runden Plätzchen waren ursprünglich Teil festlicher Gebäckmischungen, die man zu Weihnachten, Hochzeiten oder besonderen Anlässen servierte. In alten Backbüchern findet man sie oft unter dem Namen „Husarenkrapfen“, weil sie an kleine Krapfen erinnerten, nur eben aus Mürbeteig und mit Marmelade statt mit Hefe. Der Name „Engelsaugen“ hat sich später eingebürgert, vermutlich wegen des zarten Glanzes der Marmelade, die in der Mitte schimmert wie ein kleiner Edelstein.
Wie nennst du die Plätzchen?
Klassische Plätzchen – Engelsaugen (Husarenkrapfen)
Zutaten
- 250 g Mehl
- 150 g Butter kalt
- 100 g Zucker
- 2 Eigelb
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 100 g Marmelade z. B. Himbeere, Johannisbeere oder Aprikose
- Puderzucker zum Bestäuben
Anleitungen
- Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen dazugeben und mit den Fingern oder einer Küchenmaschine zu Streuseln verarbeiten.
- Die Eigelbe hinzufügen und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Aus dem Teig kleine Kugeln (etwa walnussgroß) formen und auf das mit Backpapier belegte Blech legen.
- Mit einem Kochlöffelstiel oder Daumen kleine Vertiefungen in die Mitte drücken.
- Die Mulden mit etwas Marmelade füllen.
- Plätzchen im heißen Ofen etwa 12–15 Minuten goldgelb backen.
- Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
FAQ
Welche Marmelade eignet sich am besten für Engelsaugen?
Klassisch sind rote Sorten wie Johannisbeere oder Himbeere. Sie bilden einen schönen Kontrast zum hellen Teig. Wenn du es milder magst, kannst du Aprikosenmarmelade nehmen.
Kann ich die Plätzchen auch ohne Eigelb zubereiten?
Ja, du kannst stattdessen 1–2 EL Milch verwenden, um den Teig zu binden. Er wird dann etwas weniger zart, aber immer noch lecker.
Wie lange halten Engelsaugen?
In einer gut verschlossenen Dose an einem kühlen Ort bleiben sie etwa zwei Wochen frisch.
Ich freue mich übrigens riesig, wenn du das Rezept ausprobierst! Speicher das Rezept gerne auf Pinterest oder teile es bei Instagram mit dem Hashtag #annaslieblingsgerichte. So sehe ich, was du daraus gezaubert hast 💛
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